
Die Vögel singen den Frühling ein und um den 1. Mai zu feiern, bietet euch das Nouveau Monde eine Reihe von Rappern, und zwar nicht ganz Unbekannte. Der Freiburger Sonpir präsentiert seine EP «Boréale», Genf schickt uns Al-Walid, der im Gegensatz zu Calvin alle unter einen Hut bringt und Zum Abschluss dieses Tags der Arbeit wird Paris Nest den Saal gebührend zum Kochen bringen.


Paris Nest ist ein Rap-Kollektiv, das aus fünf Künstlern besteht. Poetische und kritische Texte, die Bühne als Spielplatz, Posaunenklänge: Die Gruppe schöpft aus dem Erbe des französischen Hip-Hop, der zwischen Jazz und französischer Varieté-Musik schwankt, ohne sich auf einen Stil festzulegen. Von Nougaro bis Joey Badass ist jedes Projekt als Bekenntnis zur künstlerischen Freiheit gedacht, bei dem Text, Komposition und Emotion Vorrang vor Trends haben. Auf der Bühne ist Paris Nest glühend und lässt den Rap auf feurige Weise wiederaufleben: 100% Originalkompositionen, Live-Musik, Jazz-Einflüsse, die Vielfalt der fünf Mitglieder harmoniert und führt zu einem kraftvollen Moment des Austauschs mit dem Publikum. Fünf Seelen vereint in einer, in der sich alle Zuhörenden durch eines der Mitglieder und dessen Kraft wiedererkennen kann. Das Kollektiv verfolgt das Ziel, seine Erfahrungen zu teilen und einen Beitrag zur Hip-Hop-Kultur zu leisten, die auch heute noch ein breites Publikum anspricht.


Als Rapper, Produzent, Tontechniker und Grafiker vereint Al-Walid seine Talente ebenso wie seine maghrebinischen und schweizerischen Wurzeln. Der aus dem Seebezirk stammende Künstler verkörpert den Rap der Stadt und bekennt sich lautstark zu dieser Verbindung. An einem Scheideweg angekommen, scheut er sich nicht, Konventionen zu brechen, und nimmt kein Blatt vor den Mund, um das Feuer, das in ihm brennt, zum Ausdruck zu bringen. Unter seiner roten Mütze setzt Al-Walid seinen Flow und seinen Stil durch, indem er Worte wie Projektile der Wut und Liebe verschiesst, um gegen die vorherrschende Heuchelei anzukämpfen. Sein Album „Y’a un Soleil en Moi” aus dem Jahr 2024 beeindruckt durch die Reife und Einzigartigkeit seines Ansatzes und bekräftigt dies noch intensiver in seiner neuesten EP SARMAN??, die wie ein Schrei nach Unabhängigkeit klingt.
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Der freischaffende Künstler Sonpir stammt ursprünglich aus Brüssel und Lausanne, lebt aber mittlerweile in Freiburg. Er ist ein Rapper, der verschiedene französischsprachige Einflüsse miteinander verbindet. Mit 10 Jahren begann er Klavier zu spielen und entwickelte schnell einen introspektiven und prägnanten Schreibstil. 2010 begann er, seine ersten Texte zu schreiben. Sein Stil bewegt sich zwischen Rap Conscient, eingängigen Melodien und modernen Produktionen und verbindet Tiefgang, Wortwitz und immersive Atmosphären.